Musikzentrum in Bochum

„Ein Haus, in dem’s harmonisch klingt, das Herz in Freude fröhlich schwingt, wo Groß und Klein in frohem Streben die Schönheit der Musik erleben.“ – So beschreibt der Bochumer Dachdecker Jörn Hoose das neue Musikzentrum in Bochum, was im Rahmen eines großen Wettbewerbs entworfen wurde. Der Anstoß für die Aktion war die Tatsache, dass es für viele Bochumer Musiker (vor allem die Symphoniker, die Musikschule und die Chöre) noch keine adäquate Spiel- und Probestätte in Bochum gab, denn die bisherigen Spielorte – wie zum Beispiel der Audimax der RUB oder das Schauspielhaus – waren nicht ausreichend auf die Bedürfnisse von Musikern ausgerichtet. So entstand also das Musikzentrum als neue Heimat für die Bochumer Musiker. Doch es erfüllt auch noch andere Zwecke, unter anderem den kulturellen Austausch für alle Bochumer Bürger. Denn neben dem großen Konzertsaal, welcher über 820 bis 1000 Sitzplätze verfügt, gibt es auch einen nicht fest bestuhlten, dafür aber akustisch optimierten Multifunktionssaal (200 bis 400 Plätze), Workshop- oder Seminarräume, ein Education-Center und im großen Foyer wird es auch möglich sein, Lesungen und Ähnliches abzuhalten. Beim Bau des Musikzentrums wurde außerdem darauf geachtet, dass die Infrastruktur eines Konzerthauses unterstützt wird und es ausreichende Möglichkeiten für die Musiker gibt: Ein Stimmzimmer, Proberäume, eine Künstlergarderobe und das Notenarchiv dürften dafür sorgen, dass sich diese dort wie zu Hause fühlen.
Besonders hat die Idee, die leer stehende Marienkirche in Nähe des Bermuda3ecks mit in das Musikzentrum zu integrieren und diese so wieder zu nutzen, Anklang gefunden, weswegen den Wettbewerb zur Gestaltung der Konzerthalle schließlich Architekt und Generalplaner Bez&Knock gewann. Der Baubeginn war bereits 2013, finanziert wurde es von der Stadt Bochum, dem Bund, der EU und anderen privaten Spendern, von denen auch die Stiftung Bochumer Symphonie ein wichtiger Geldgeber war. Momentan kann man sogar selbst noch etwas zum Bau des Hauses beitragen, indem man eine sogenannte Stuhlpatenschaft übernimmt.

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